Treffen des Vorstands mit den Bundesparlamentarier in Bern  
 
  Am 5. März 2014 hat sich eine Delegation des Vorstands nach Bern begeben, um die Nationalen Parlamentarier für die Anliegen und Probleme unserer Branche zu sensibilisieren.

Wir wurden von Frau Viola Amherd, welche dieses Treffen überhaupt erst ermöglicht hat sowie von Herrn Christioph Darbellay empfangen.
Obwohl diese 2 Parlamentarier unseren Ausführungen und Anliegen aufmerksam gefolgt sind, waren wir enttäuschst, dass nur 2 der insgesamt 9 Bundesparlamentarier der Einladung gefolgt sind. Wir hoffen sehr, dass dies kein Spiegelbild der Bergbahn- und Tourismusinteressen der Bundesparlamentarier ist.

 
 
  Teilrevision des kantonalen Gesetzes zur Ausführung des Bundesgesetzes über die Raumplanung (kRPG)  
 


  Der Vorstand hat sich aktiv dafür eingesetzt, dass die Validierung des kantonalen Richtplans weiterhin dem Kompetenzbereich des Grossen Rates untersteht.

Sorge bereitete vor allem die Tatsache, dass künftig Bereiche, die beispielsweise technisch beschneit werden und auch dem Richtplan unterliegen aber nicht zwingend die Gemeindeinteressen berühren, von den kantonalen Verwaltungsbehörden geändert, vom Staatsrat genehmigt werden und sodann ohne Interessenabwägung der betroffenen Parteien nach Bern geschickt werden. Die Genehmigung des kantonalen Richtplans soll unseres Erachtens im Zuständigkeitsbereich des Grossen Rates bleiben. Eine Kompetenzverschiebung vom Grossen Rat hin zu den Dienststellen und dem Staatsrat ist zu vermeiden, da der Grosse Rat die Interessen der durch den Richtplan weitläufig betroffenen Bevölkerung am geeignetsten vertreten kann.

 
  Verlängerung der Sistierung der Amortisationen der NRP Darlehen  
 
  Die diesbezüglichen Gespräche mit dem zuständigen Staatsrat, Herr Jean-Michel Cina sind derzeit im Gang. Die Verlängerung der Sistierung der Amortisationen birgt aber trotz einer kurzfristigen finanziellen Erleichterung auch ein gewisses Risiko, dass die vom Kanton bereit gestellten zinslosen Darlehen für künftige Investitionen aufgrund der fehlenden Rückzahlungen gekürzt werden müssen.

 
 
  Neues Bergbahngesetz  
 
  Im Nachgang zur Annahme der Motion Rieder/Bregy hat der Staatsrat eine ausserparlamentarische Kommission zur Erarbeitung eines Gesetzesentwurfs eingesetzt. Diese Gruppe wird vom Vizepräsidenten der WBB, Herr Berno Stoffel präsidiert und umfasst unter anderem 2 weitere Vertreter der Bergbahnen. Die ausserparlamentarische Kommission ist beauftragt, bis August 2014 einen ersten Zwischenbericht zu liefern und ein entsprechender Gesetzesentwurf soll dem Staatsrat bis spätestens Ende 2014 von der Kommission vorgelegt werden.

 
 
  Neues Tourismusgesetz  
 
  Anlässlich der Dezembersession wurde das neue Tourismusgesetz vom Grossen Rat überwiegend positiv aufgenommen.

Für die Bergbahnen sind zwei Elemente wichtig: Der Vorschlag, einen Infrastrukturfonds zu schaffen steigert die Wahrscheinlichkeit einer Mitfinanzierung unserer Anlagen durch diesen Fonds. Auf der anderen Seite kann die flexible Ausgestaltung der Tourismustaxe die Finanzierung von integralen touristischen Produkten der verschiedenen touristischen Dienstleistern zusätzlich begünstigen. Kurz: diese zwei Möglichkeiten erhöhen die touristische Flexibilität, was für die touristische Konkurrenzfähigkeit unserer Branche entscheidend sein wird. Aus den erwähnten Gründen empfehlen wir unseren Mitgliedern, das neue Tourismusgesetz zu unterstützen.

 

 
  Masterplan  
 
  Die Inventarisierung unserer Anlagen wird sogleich abgeschlossen sein. Demnächst wird jedes Mitglied ein Datenblatt mit den entsprechenden Angaben zur Kontrolle zugestellt erhalten. Parallel dazu läuft die Mittelbedarfserhebung bezüglich der Erneuerung der Anlagen. Wir hoffen, im Frühling aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse mit den Entscheidungsträgern erste Gespräche führen und Lösungsansätze aufzeigen zu können. Dabei sollen die Erkenntnisse und Überlegungen der mit der Erarbeitung des Bergbahngesetzes beauftragten Arbeitskommission miteinbezogen werden, um eine nachhaltige Branchenentwicklung sicherstellen zu können.

 
 
  Normalarbeitsvertrag  
 
  Der Mustervertragstext des Normalarbeitsvertrages wurde von der tripartiten Kommission angenommen und wird demnächst im kantonalen Amtsblatt publiziert.

Die Gespräche zur Lohntabelle, welche den verschiedenen Berufsgattungen innerhalb der Branche bessere Bedeutung schenkt, werden nach den kantonalen und nationalen Abstimmungen vom kommenden 18. Mai 2014 (Mindestlohninitiative) weitergeführt. Entsprechend den Abstimmungsresultaten werden die letzten Anpassungen vorgenommen.

 

 
  Snowpass Wallis  
 
  Der kommerzielle Verkauf wurde anfangs November 2013 gestartet.

Das Nischenprodukt der WBB richtet sich vor allem an intensive Schneesportler, welche eine Vielzahl von Skigebieten besuchen. Zudem steht das Produkt aber auch unseren Partnern, den Schneesportlehrern und auch den Skirennfahrern bei Ski Valais zur Verfügung. Insgesamt haben ungefähr 1'100 Personen (500 Schneesportlehrer, 450 Mitglieder von Ski Valais und 150 Private) dieses Produkt benutzt und dabei bis Mitte März rund 30'000 Skifahrertage generiert. Dabei sind die erhaltenen Rückmeldungen durchwegs positiv ausgefallen.

 
 
  Monitoring: Situation am 15. März 2014  
 
  Mit einer Abnahme von ungefähr 4% im Mittel der letzten 3 Wintersaisons stellt die derzeitige Situation die Branche vor grosse Herausforderung.

Auch wenn sich einige wenige Stationen mit konstanten Zahlen relativ schadlos aus der Affäre ziehen können sehen sich die allermeisten Bergbahnen mit rückläufigen Zahlen konfrontiert. Aufgrund der späten Ostertage sind die Aussichten auf einen positiven Ausgang der Wintersaison eher unrealistisch.
 

 
  Fabrice Haenni, neuer Mitarbeiter des Sekretariats der WBB  
 
  Seit Anfang April 2014 ergänzt Herr Fabrice Haenni das Sekretariat der Walliser Bergbahnen.

Fabrice Haenni war bisher im Bereich der Kommunikation und des Monitorings in verschiedenen Projekt- und Aufgabenbereichen tätig. Als Betriebswirtschafter arbeitete Herr Farbice Haenni 10 Jahre im Bankensektor und im Ausland. Zwischen 2009 bis Mitte 2013 war er als Vizedirektor bei der Télé-Thyon SA tätig, wobei er sich hier vornämlich um die Immobiliengeschäfte der Gesellschaft und das Marketing der Station Thyon kümmerte. Seit August 2013 absolviert er parallel zu Mandaten im Bereich der Immobilienbewirtschaftung, welche er für die Télé Thyon SA erledigt, an der Universität von Lausanne ein MBA.