Monitoring Saisonende  
 
 
  Nach einem teilweisen harzigen Saisonstart und einer schwierigen Weihnachtswoche, konnten die Bergbahnunternehmen im Wallis während den ersten vier Monaten des Jahres 2015 den Rückstand im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend aufholen.

Bekanntlich gestaltete sich der Saisonstart für die einzelnen Bergbahnen sehr unterschiedlich. Während einige Stationen praktisch die gesamten Anlagen geöffnet hatten, konnten andere Stationen, vor allem im Unterwallis, nur einen Teil der Anlagen öffnen.

Die Auslastung während den Ferien im Februar war generell gut, was sich sowohl im Ober- als auch im Unterwallis auf die Entwicklung der Skifahrertage auswirkte.

Die guten Schneeverhältnisse über die Ostertage bescherte den Stationen ebenfalls, eine gute Besucherzahl. Insgesamt sanken (-3.8%) die Ersteintritte zwischen dem 1. November 2014 und dem Saisonende im Vergleich zur Wintersaison 2013/14. Die Wintersaison 2013/14 muss eher als schwache Saison eingestuft werden. Die Differenz zwischen dem Oberwallis (-1.9%) und dem Unterwallis (-5.4%) bleibt wie bereits zu Beginn der Saison markant.

 
 
 
  Projekt Gesetz zur Förderung der Bergbahnen im Kanton  
 
 


  Die ausserparlamentarische Kommission wurde im Jahr 2014 vom Staatsrat beauftragt, einen Vorschlag für ein neues Bergbahngesetz auszuarbeiten. Die Studie und der Entwurf wurden am 30.12.2014 präsentiert.

Es wurde ein nationaler und internationaler Vergleich bezüglich der Unterstützungsmöglichkeiten der öffentlichen Hand durchgeführt. Vergleicht man die Förderpolitik des Kanton Wallis mit derjenigen der Nachbarkantone, so stellt man fest, dass bis auf den Kanton Wallis in sämtlichen Kantonen neben der NRP-Gesetzgebung noch zusätzliche, kantonale Gesetze oder Programme bestehen, welche die Förderung der Infrastruktur in den Berggebieten oder die konkrete Förderung der Bergbahnunternehmen bezwecken. Dabei existieren sehr unterschiedliche Instrumente. So kennt der Kanton Bern ein kantonales Gesetz über Investitionshilfe für Berggebiete, während im Kanton Waadt ein Fond für touristische Anlagen besteht. Der Kanton Fribourg beteiligte sich sogar als Aktionär einer Finanzierungsgesellschaft für Bergbahnunternehmen.

In den meisten Regionen Europas (Bayern, Tirol, Südtirol, Aostatal) gibt es neben den staatlichen und europäischen Fonds (Gesetz über die EU-Beihilfe) zusätzliche Gesetze oder regionale Bestimmungen zur Unterstützung der Bergbahnen. Dank der Kombination von à fonds perdu-Beiträgen und Staatsdarlehen, ist eine Unterstützung von 50% der Behörden in vielen Regionen möglich.

In den benachbarten Kantonen und Ländern werden die Investitionen in die Bergbahnen, dass heisst eine Unterstützung seitens der öffentlichen Hand, viel wichtiger gewichtet als im Wallis.

Die auf der Grundlage des Masterplans, realisierten Analysen und Vergleichen wurden im neuen Gesetzesentwurf zur Unterstützung der Bergbahnen integriert. Der Gesetzesentwirf hat folgende Ziele:

1. Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Bergbahnunternehmen im Wallis mittels finanzieller Unterstützung mit neuen Instrumenten auf der Grundlage klarer Prinzipien.

2. Wettbewerbsfähige und wettbewerbswillige Unternehmen sollen durch die kantonalen Fördermittel Zugang zu Kapital mit fairen Konditionen erhalten.

3. Sicherstellung des Erhalts kleiner Bergbahnunternehmen mittels Gründung von regionalen Betriebsgesellschaften, welche den professionellen Betrieb der kleinen Bahnen sicherstellen.

4. Förderung der Entwicklung von Zusammenarbeit und Fusionen innerhalb der Branche oder Destinationen

5. Initiierung und Förderung technischer Innovationen und von Innovationen in Bezug auf die Marktbearbeitung


Der Gesetzesentwurf enthält folgende finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten:

1. Betriebskostenbeitrag in Form eines Energierückerstattung

2. Betriebskostenbeitrag für die Förderung von neuen Geschäftsmodellen und die Entwicklung von Masterplänen.

3. A fonds perdus-Beiträge, Darlehen und Bürgschaften für Investitionen in Bergbahnen, Beschneiung und Nebenanlagen


Die Vergabe von Unterstützungsbeiträgen basiert auf klaren Kriterien aufgrund der Umsatzsatzzahlen, des EBITDA, sowie auf das Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins eines 10-Jahres-Masterplanes, welcher die Konkordanz zwischen der Unternehmensstrategie und derjenigen der Destination aufzeigen muss.

Dieser Gesetzesentwurf schafft finanzielle Folgen für den Kanton. Die Kosten der Förderungsmassnahmen auf 10 Jahre belaufen sich auf ca. 27 Millionen Franken pro Jahr. Hiervon sind 20 Millionen in Form von Bürgschaften angedacht. Auf kommunaler Ebene muss neben der Unterstützung zur Aufrechterhaltung von warmen Betten und der Professionalisierung der touristischen Strukturen auf Investitionen in das Aktienkapital von Kleinunternehmen mit einem Umsatz von weniger als 2 Millionen geachtet werden.

Um zu verhindern, dass der Rückstand zu den mitbewerbenden Regionen hinsichtlich der touristischen Infrastrukturen nicht zunimmt, scheint die Annahme dieses Gesetzesentwurfs zur Förderung der Bergbahnen für das Überleben der Branche im Wallis immer dringlicher zu sein. Der Gesetzesentwurf ist bis Ende August in der Vernehmlassung. Nach eventuellen Anpassungen Ende Sommer kann dieser dem Staatsrat und dem Kantonsparlament vorgelegt werden.

Alle diesbezüglichen Dokumente sind auf www.bestofsnow.ch unter der Rubrik „neues Gesetzt“ verfügbar. Die Präsidenten und Direktoren der Bergbahnunternehmen sind gebeten, das Gespräch mit dem jeweiligen Gemeindepräsidenten zu suchen, da die Gemeinden vom Staatsrat aufgefordert wurden, gesetzesspezifische Fragen zu beantworten. Die Meinung der WBB zu den gestellten Fragen ist auf http://www.bestofsnow.ch/de/neues-gesetz/ abrufbar. Damit dieser Gesetzesentwurf realisiert werden kann, ist die Unterstützung aller Mitglieder enorm wichtig.

 
 
  Masterplan  
 
 
  Mitte Dezember haben alle Mitglieder der WBB die Zugangsdaten zur Online-Plattform des Masterplans erhalten. Ziel ist es, die bestehenden Daten der jeweiligen Unternehmung jedes Jahr zu aktualisieren.

Der Masterplan soll einen aktuellen Überblick über die gesamten Bergbahnen im Wallis bieten. Herzlichen Dank bereits jetzt für die Aktualisierung der Daten. Bei Problemen steht das Sekretariat den Mitgliedern gerne zur Verfügung (info@bestofsnow.ch).

 
 
 
  Ski Valais  
 
 


  Aufgrund des kürzlich an die Bergbahnen gerichteten Schreibens von Ski Valais sowie aufgrund der Medienberichterstattung über die finanzielle Situation von Ski Valais hat der Vorstand der Walliser Bergbahnen Ski Valais zur Vorstandssitzung vom vergangen 29. April eingeladen.

Es war dem Vorstand wichtig, dass eine offene und transparente Diskussion zwischen Ski Valais und den WBB stattfindet. Die Themen gestalteten sich wie folgt: aktuelle finanzielle Situation des Verbandes, Budget des nächsten Geschäftsjahres, finanzielle Erwartungen an die WBB, Stand der neuen Stiftung etc.

Im Anschluss an die GV der WBB, hat der Vorstand im September 2014 Ski Valais seine Bereitschaft, die Unterstützung für die Saison 2015-16 auf CHF 100'000 festzulegen signalisiert (Finanzierung durch ordentliche Mitgliederbeiträge). Zusätzlich sollten für weitere CHF 100'000 Sponsoren gesucht werden. In seiner Sitzung vom 29. April bestätigte der Vorstand diesen Standpunkt. Die Suche des Vorstands nach Sponsoren schreitet voran und ein Sponsoring-Beitrag in Höhe von CHF 100‘000.00 für Ski Valais scheint realistisch zu sein. Die Unterstützung der WBB an Ski Valais für die Saison 2015-16 sollte somit, vorbehältlich des formellen Entscheids der GV am 11. September 2015 in Grächen, gesichert zu sein.

Zusätzlich zu diesen Beträgen ist es wichtig zu erwähnen, dass die WBB Ski Valais jährlich mit Gratisabonnements im Wert von CHF 500'000.00 unterstützen.

 
 
 
  Interkantonale Berufsschule für Blockkurse für Köche  
 
 
  Der Lehrling welcher sich für eine Ausbildung zum Koch entscheidet kann zwischen zwei Ausbildungsmodellen wählen

>> Blockkursunterricht mit Internat oder pro Woche ein Tag Unterricht.

Hotel & Gastro bietet in diesem Sinne Blockkurse von 5 Wochen im Herbst und 4 Wochen im Frühling für jedes Bildungsjahr an. Die Kurse in unserer Region finden in La Fouly statt. Dieses Ausbildungsmodel ist somit ideal für die Saisonbetriebe in unseren Destinationen.

Damit diese Ausbildung fortgesetzt werden kann ist es wichtig, dass die Küchenchefs in den Bergrestaurants Saison-Lehrlinge ausbilden. Interessierte Unternehmen können sich beim kantonalen Berufsbildungsservice anmelden.