GV 2014 – Bilanz der WBB  
 
  Die ordentliche Generalversammlung der Walliser Bergbahnen fand am Freitag, 12. September 2014 in Grimentz statt. Bei dieser Gelegenheit wurde über die verschieden Tätigkeiten in den einzelnen Bereichen während des vergangenen Jahres informiert.

An erster Stelle stand die Einführung adäquater Rahmenbedingungen, die einer wirtschaftlichen Entwicklung der Branche zuträglich sein sollen. Die Walliser Bergbahnen haben insbesondere den Normalarbeitsvertrag neuverhandelt.

Der Vorstand hat sich ebenfalls für die Erarbeitung eines Bergbahngesetzes, sowie für die Unterstützung beim neuen Tourismusgesetz stark gemacht.

Motion Rieder/Bregy „Förderung der Walliser Bergbahnen“ als Chance: Der Staatsrat hat an seiner Sitzung vom 5. März entschieden, eine ausserparlamentarische Kommission einzusetzen, die den Auftrag hat, ein Gesetz zur Förderung der Bergbahnen im Wallis vorzuschlagen. Die Walliser Bergbahnen erhalten damit die grosse Chance, direkt Einfluss auf die Umsetzung der Motion Rieder-Bregy zu nehmen. Von den Walliser Bergbahnen arbeiten Arthur Clivaz, Berno Stoffel und Valentin König aktiv in dieser Kommission mit.

Gleichzeitig wurden die bestehenden Beziehungen zum schweizerischen Dachverband (SBS) gepflegt und ausgebaut, indem die Präsenz auf nationaler Ebene verstärkt wurde und die Interessen in den verschieden Bereichen auf nationaler Ebene eingebracht wurden. Die Annahme der nationalen Motion zur teilweisen Befreiung der Treibstoffe für Pistenfahrzeuge von der Mineralölsteuer kann als grosser Erfolg gewertet werden.

 
 
  Masterplan  
 


  An der Generalversammlung wurden gleichzeitig die ersten Resultate des Projekts „Masterplan“ präsentiert. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Tourismus Observatorium umgesetzt.

Zur Erinnerung: Das Ziel besteht darin, eine genaue Bestandsaufnahme der bestehenden Anlagen zu erhalten und den notwendigen mittelfristigen Bedarf für die Erneuerung der Anlagen zu definieren. Der Masterplan stellt auch die Grundlage für die Entwicklung neuer Instrumente dar, um künftige Investitionen zu finanzieren.

Schliesslich soll der Masterplan das tatsächliche Ausmass der finanziellen Herausforderungen unserer Branche aufzuzeigen.

Die Bestandsaufnahme in den letzten Monaten zeigt, dass die Anlagen der Walliser Bergbahnen ein Durchschnittsalter von 22 Jahren aufweisen. Will man das Durchschnittsalter auf 12 Jahre senken, und damit eine moderne Infrastruktur auf dem heutigen Stand der Technik anbieten, würde dies den Ersatz von 130 Anlagen von insgesamt 457 Anlagen innert kürzerer Zeit bedeuten. Dies würde Investitionen von rund einer Milliarde Franken benötigen. Hier mitberücksichtigt sind die Erneuerung der Pistenfahrzeuge und die Erweiterung der Beschneiungsanlagen, damit insgesamt 50% der Flächen technisch beschneit werden können (aktuell werden 30% der Pisten beschneit).

Heute generieren die Bergbahnen zusammen einen jährlichen EBITDA von rund 95 Millionen Franken, was weniger als 10% der erforderlichen Investitionen entspricht. Die Zermatt Bergbahnen AG und Téléverbier SA steuern hier einen Grossteil bei. Zugleich besitzen diese zwei Unternehmen die modernsten Anlagen des Kantons. Es muss festgehalten werden, dass es eindeutig an der notwendigen Homogenität zwischen den einzelnen Unternehmen mangelt. Mit anderen Worten gesagt: in der Regel weisen die Unternehmen mit dem geringsten EBITDA den grössten Investitionsbedarf auf.

Diese Ergebnisse bestätigen deutlich die dringende Notwendigkeit neuer Finanzierungsinstrumente. Zudem müssen die Prioritäten gesetzt und eine klare mittelfristige Strategie für die Bergbahnbranche im Wallis entwickelt werden. Die Walliser Bergbahnen werden ihre Arbeit basierend auf der Analyse des Projekts „Masterplan“ zielführend weiterverfolgen.

 
  Neuheiten Winter 14-15  
 
  Die nächste Wintersaison steht bereits vor der Tür und die Bergbahnen befinden sich mitten in den Vorbereitungen. Das Oberwallis kann mit zusätzlichen Gästebetten aufwarten. In Blatten-Belalp wird das REKA-Dorf eröffnet, welches für 28 Millionen Franken realisiert wurde und 50 neue Appartements anbietet. In Saas-Fee wird das neue Wellness Hostel 4000 mit zusätzlich 168 Betten eröffnet. Dieses neue Angebot kombiniert geschickt den unkomplizierten Stil und die tiefen Preise einer Jungendherberge mit höchsten Ansprüchen, welche heute an ein modernes Wellness- und Fitnessangebot gestellt werden.

Grosse Investitionen wurden auch in Crans-Montana getätigt. Die CMA SA investierte rund 16 Millionen Franken in den Bau einer neuen 6-Sesselbahn „Cabane de Bois“ sowie in die Erweiterung der Beschneiungsanlage bei der Piste „Plaine Morte“. Auch Zermatt hat wieder kräftig investiert. Unteranderem in den Ausbau der Pisten und in die Erweiterung der Beschneiungsanlagen.

Nicht zu vergessen ist die Eröffnung des Parkhauses von Les Masses in Thyon. Erbaut von der Gemeinde Hérémence, bietet es den Gästen direkten Zugang zu den Skiliften. Die Talstation der im letzten Winter eröffneten Sesselbahn befindet sich direkt auf dem Dach des Parkhauses.

In Bezug auf Unterhaltung auf den Pisten kündigt die Saastal Bergbahnen AG neu den Adrenalin-Cup von Skiline an: diverse Rennparcours mit Zeitmessung und Skimovie, Speed Check mit Geschwindigkeitsmessung und Fotosafari. In Anzère und Ovronnaz gibt es neu einen Big Air Bag im Snowpark.

 
 
  Snowpass Wallis & Valais Ski Card  
 


  Das Produkt wurde im Sommer 2013 entwickelt und von den Mitgliedern der Walliser Bergbahnen eingeführt. Im November 2013 wurde das Produkt zum ersten Mal auf den Markt gebracht. Es richtet sich vor allem an die vielskifahrende Kundschaft, welche gerne die Vielfalt unserer Skigebiete erleben möchte. Auch Skilehrer, Bergführer und Ski Valais können von diesem Produkt profitieren. Der Snowpass Wallis ist sehr benutzerfreundlich und eine Kundenumfrage hat gezeigt, dass die Kunden mit diesem Produkt sehr zufrieden sind.

Nach einer ersten erfolgreichen Saison wird der Snowpass Wallis auch in der Saison 2014/15 wieder erhältlich sein. Er kann bei fast jeder Bergbahn im Wallis gekauft oder über Internet www.bestofsnow.ch bestellt werden. Die Preise für Privatpersonen bleiben gleich wie im letzten Jahr. Die selbstständigen Skilehrer und Bergführer zahlen ab dieser Saison neu CHF 700.00 (ohne weitere Nachweise).

Das erfolgreiche Produkt Valais Skicard wird ebenfalls weiterhin angeboten.

Die Kommunikation betreffend unserer Produkte Snowpass Wallis und Valais Skicard wird gemeinsam und in Zusammenarbeit mit Valais Promotion durchgeführt. Um den Kundenservice zu verbessern, wird ab diesem Winter eine gratis Hotline zur Verfügung stehen, welche während 7 Tagen pro Woche Auskünfte zu diesen zwei Produkten erteilt. Unsere Mitglieder haben vor einigen Wochen das Pflichtenheft zum Betrieb dieser Hotline erhalten. Interessierte haben die Möglichkeit, ihre Kandidatur bis am 30. September 2014 einzureichen.

 
 
  Snowpass 6-Tage  
 
  An der GV haben die WBB den neuen 6-Tages-Skipass angekündigt.

Dieses neue Produkt erlaubt dem Inhaber, während der Ferienwoche im Wallis die Skigebiete seiner Wahl zu erkunden (maximal zwei Skitage im selben Skigebiet). Diese Produkt wurde in Zusammenarbeit mit Valais/Wallis Promotion erarbeitet und ist zum Preis von CHF 360.00 erhältlich (Erwachsenentarif). Dieses neue Produkt soll vor allem die Tour Operators (Skisafari) aber auch die die Hotelbesitzern im Rhonetal ansprechen. Diesen soll die Möglichkeit geboten werden, die Nachfrage derjenigen Kunden zu bedienen, die abwechslungsweise mehrere Skigebiete während ihrem Aufenthalt entdecken wollen.

Valais/Wallis Promotion wird dieses neue Produkt den potenziellen Kunden anbieten (TO, Hotels, etc.). Die Bestellungen werden über das Sekretariat der Walliser Bergbahnen in Brig abgewickelt.