Gesetzesentwurf & Masterplan  
 
 
  Die Walliser Bergbahnen beschlossen im Sommer 2013, die notwendigen Arbeiten zur Realisierung eines Masterplans in Angriff zu nehmen. Der Verband war und ist sich der schwierigen Situation, in der sich die Tourismusbranche befindet, bewusst und will sich diesen Herausforderungen stellen.

Dieses Projekt ist vor allem auch mit Blick auf den im Jahr 2014 von der ausserparlamentarischen Kommission erarbeiteten Gesetzesentwurf zur Förderung der Bergbahnen im Kanton Wallis zentral. Der Gesetzesentwurf wurde vom Staatsrat aufgrund der von Rieder/Bregy im Jahr 2011 eingereichten Motion in Auftrag gegeben.

Die Kommission konzentrierte sich auf die folgenden Hauptziele: auf den Investitionsbedarf für Infrastrukturerneuerungen, auf mögliche Finanzierungsmodelle basierend auf einer Analyse der finanziellen Instrumente der Nachbarregionen, auf die Rahmenbedingungen der Bergbahnen und schliesslich auf die wirtschaftlichen sowie die an den Service Public gekoppelten Aspekte.

Die ausserparlamentarische Kommission legte ihr Projekt Ende Dezember dem Staatsrat vor. Das oberste Ziel bestand darin, den Seilbahnunternehmen neue Instrumente und klare Ansätze zur finanziellen Unterstützung zu präsentieren, um damit die Wettbewerbsfähigkeit der Walliser Bergbahngesellschaften zu stärken. Eine Sitzung mit dem zuständigen Staatsrat, Jean-Michel Cina, ist im Monat Februar geplant.

 
 
 
  Saisonale Zwischenbilanz per 15. Januar 2015  
 
 


  Die Festtage waren geprägt durch markante Unterschiede in den einzelnen Stationen. Während gewisse Stationen praktisch im Vollbetrieb funktionierten, konnten andere in dieser touristisch so wichtigen Zeit nur einen Teil ihrer Anlagen öffnen.

Dieser, während der Hochsaison entstandene Rückstand konnte nicht mehr wettgemacht werden. Der Schneemangel, das trübe Wetter und der Regen in den hohen Lagen waren für den Schneesport wenig förderlich.

Generell sind die Besucherzahlen zwischen dem 1. November 2014 und dem 15. Januar 2015 um 12% zurückgegangen. Dabei ist der Unterschied zwischen dem Oberwallis (-2%) und dem Unterwallis (ca. -20%) markant.

Arthur Clivaz, Präsident der Walliser Bergbahnen bringt es auf den Punkt: «Ein schlechter Saisonstart ist nur sehr schwer zu kompensieren. Hierfür braucht es gute Schneeverhältnisse in der kommenden Hauptsaison (Februar) und gute Wetterverhältnisse an den Wochenenden. Die frühen Ostertage könnten dieses Jahr ein Vorteil werden, gute Schneeverhältnisse vorausgesetzt. Entscheidend für den Ausgang der Saison ist aber sicher die Entwicklung des Eurokurses.»

Zu den schwierigen Wetterverhältnissen kommt nun also auch noch die Aufhebung des Euromindestkurses von CHF 1.20 hinzu, was einem Erdrutsch für die touristische Branche gleichkommt. Die Aufwertung des Schweizer Franken schwächte die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Tourismusdestinationen und damit auch der Bergbahnen.

Die Bergbahnen können weder auf die schwierigen meteorologischen Verhältnisse, noch auf die neuste Entwicklung auf dem Devisenmarkt Einfluss nehmen. Nebst diesen Faktoren dürfen die anhaltenden strukturellen Probleme im Bereich der Investitionen (insbesondere bei der technischen Beschneiung) und der bestehende Rückstand bei der touristischen Infrastruktur im Vergleich mit den Mitbewerbern nicht ausser Acht gelassen werden.

 
 
  Motion zur teilweisen Befreiung der Pistenfahrzeuge von der Mineralölsteuer  
 
 
  Die Walliser Bergbahnen betonen, dass eine entsprechende Motion möglichst rasch umgesetzt werden muss. Die Regierung hat ihre Bereitschaft, das Vorgehen zu unterstützen, bereits geäussert. Falls die Gesetzesänderung wie geplant vom Parlament verabschiedet und kein Referendum ergriffen wird, wird die neue Regelung am 1. Februar 2016 in Kraft treten.

Allerdings wird die vorgeschlagene Gesetzesänderung von der Mehrheit der Beteiligten abgelehnt. Eine Durchsetzung der Gesetzesänderung im Parlament ist daher nicht unproblematisch.

Die Motion wurde von beiden Kammern angenommen. Damit wurde die Regierung verpflichtet, eine Gesetzesänderung in diesem Sinne vorzubereiten. Diese muss jedoch im Anschluss vom Parlament verabschiedet werden. Es ist möglich, dass die Motion zwar akzeptiert wird, die Gesetzesänderung aber am Parlamentsentscheid scheitern wird. Um dies zu verhindern, werden die Walliser Bergbahnen koordinierte Lobbyarbeit auf mehreren Ebenen betreiben. Diese soll mit der Hilfe von Regionalpartnern und anderen Partnern während den Sommer- und Herbstsessionen intensiviert werden.

 
 
 
  Hotline Snowpass Valais & Valais Ski Card  
 
 


  Téléverbier SA ist für die Verwaltung der Hotline Snowpass Valais & Valais Ski Card zuständig. Die Hotline stellt eine professionelle Beratung der Kunden und Seilbahnunternehmen in Bezug auf die Produkte « Snowpass Valais » und « Valais Ski Card » sicher.

Während der Wintersaison bietet die Hotline einen 7-Tage Service per Telefon (0800 444 321) und E-Mail (hotline@bestofsnow.ch) an. Seilbahnunternehmen werden gebeten, sich mit Fragen rund um diese Produkte direkt an diese Hotline und nicht an Wallis Valais Promotion oder das Sekretariat der Walliser Bergbahnen zu wenden.

 
 
 
  Pistenfahrzeugführer Kurs  
 
 
  In Zermatt, Verbier und auf der Bettmeralp haben diesen Winter über 80 Personen an den abgehaltenen Kursen teilgenommen. Die Rückmeldungen sind positiv. Für die nächste Wintersaison sind zwei Kurse à zwei Tagen in Deutsch und Französisch geplant. Aus den übrigen französischsprachigen Kantonen stammende Unternehmen werden ebenfalls eingeladen.

Falls sich mehr als 40 Personen pro Kurs anmelden sollten, besteht die Möglichkeit, einen zusätzlichen Kurs zu organisieren. Die Mindestteilnehmerzahl zur Durchführung der Kurse beträgt 20 Personen. Weitere Details werden nach der Sommersaison bekannt gegeben.